Kryptiden Tsuchinoko

Tsuchinoko gehört neben dem menschartigen Hibagon, den Seeungeheuern Kusshii und Isshii, der Riesenschlange vom Berg Tsurugi oder dem Riesenwels Takitaro zu Japans populärsten mystischen Wesen, die immer wieder beobachtet werden sollen – den so genannten Kryptiden.

Das Reptilwesen soll – außer auf den Inseln Hokaido und Okinawa – in ganz Japan beheimatet sein. Das bis zu 80 Zentimeter große Tier habe einen stämmigen Körper, braune bis schwarze Haut und giftige Fänge. In einigen Berichten heißt es, Tsuchinoko könne bis zu einem Meter weit springen und gebe ein lautes und schrilles Quietschen von sich.Der älteste schriftlich überlieferte Bericht stammt aus dem siebten Jahrhundert und findet sich in den historischen Kojiki-Dokumenten diese „Aufzeichnungen alter Geschehnisse“. Es beschreibt die Mythologie und Frühgeschichte Japans vom mythischen Zeitalter der Götter bis zur Zeit der Kaiserin Suiko (592–628) und diente zur damaligen Zeit in erster Linie der Legitimation des Herrscherhauses. Hierin wird dem Tsuchinoko auch die Fähigkeit des Sprechens, die Tendenz dabei zu Lügen und eine Vorliebe für Alkohol zugeschrieben.
Skeptiker glauben, dass es sich bei Tsuchinoko um Verwechselungen Schlangen beim Verdauungsprozess größerer Beute oder exotischer Reptilien, wie etwa von Blauzungenskinken, die jedoch erst in den 1970er Jahren in Japan eingeführt wurden.Einen ersten Einblick in die Welt der japanischen Kryptiden (auf Englisch) finden Sie HIER

Aus: Grenzwissenschaft-aktuell

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