Kategorie Humor und Sonstiges

Song of the Powers

Mein, sagte der Stein,
mein ist die Stunde.
Ich zerdrücke die Schere,
das ist meine Kraft.
Stärker als Wünsche,
meine Macht, allein.

Mein, sagt das Papier,
mein sind die Worte
die ersticken den Stein
mit eingebildeten Vögeln,
Unmengen von ihnen, geflogen
aus dem Geist des Gestalters.

Mein, sagte die Schere,
Mein all die Messer
Schneiden durchs Papier
ätherische Leben;
nichts ist so richtig
wie zerfetzte Wünsche.

Wie Stein zermalmt Schere,
wie Papier saugt Stein
und Schere schneidet Papier,
alles Ende allein.
So häufe Dein Papier
und Schere Deine Wünsche
und entwurzle den Stein
von der Spitze des Hügels.
Sie enden alle allein
wie Du wirst, Du wirst.

Von David Mason
Übersetzung Carina

Aus: Poetryoutloud

Share
Weiter lesen

Selbstporträt im Bett

Für imaginäre Besucher hatte ich einen Stuhl
aus Korbweide den ich im Müll fand.
Er hatte ein Loch, wo der Sitz sein sollte
und seine Beine wackelten
behielt aber ein würdevolles Aussehen.

Ich habe mich nie darauf gesetzt, obwohl
mit Hilfe eines Kissen hätte ich es versuchen können
sorgfältig, die Knie zusammenhaltend
wie sie jenes Mal,
anlehnend und lachend wegen der Unbequemlichkeit.

Die Lampe auf dem Nachttisch
tat ihr Bestes, dem Raum
ein Hauch von Geheimnis zu geben.
Es gab auch ein Spiegel, der machte
dass alles wie in einem Aquarium wackelte

wenn ich zufällig in ihre Richtung schaute,
mit der roten Nase fast am niesen,
mit einer dicken Wollmütze die meine Ohren bedeckte,
einen Russen im Bett lesend
und um meine Seele besorgt, davon bin ich sicher.

Charles Simic
Übersetzu...

Weiter lesen

Der Kendo Schüler

Share
Weiter lesen

Kinshasa Symphony

Share
Weiter lesen

Riesen-Xylophon im Wald

Share
Weiter lesen

Die Liebe

Share
Weiter lesen

Dein Feind

Dein Feind

Unter dem grauen Schatten von einem anderen Berg,
Ohne Erlaubnis von einem anderen Fluss trinkend,
Das Monster der Wut fütternd,
Dein Feind.

Der in Dein Land kommt um es zu entweihen,
Der die Stadt ohne Dein Erlaubnis betritt,
Der deine Sachen auf die Straße holt,
Dein Feind.

Wenn diese Idioten wüssten,
dass ich der reichste Mann der Welt bin,
von deinen Umarmungen lebend.
Sie vergaßen, dass der Mensch nur ein Mensch ist,
Dass deine Hände meine Fahne sind,
Und ich ein Lied als Grenze habe.

Frage mich nicht wofür ich gekommen bin,
Frage dich besser, wie Du gekommen bist,
Es könnte sein, dass Du der Sohn eines Sohn eines Sklaven bist.

Komm und spreche Deinen Gegner geradeaus an,
Der Liebe, Arbeit und Erde schuldig,
Vom leben auf dem Weg schuldig,
Für Deinen Krieg.

Wenn di...

Weiter lesen

Die Seenomaden

Share
Weiter lesen

Die Erde

Share
Weiter lesen

Stricken bis zum letzten Tag meines Lebens

Share
Weiter lesen