C/ENTER + SCHEREN

In diesem interessanten Post aus Moon in the water beschreibt uns Niall sehr gruendlich sein letztes Seminar in England. Tolles Photo von ihm und Chris Wright in einer Technik!

Ich gab ein Seminar im Asoryu Aikido Club in Huddersfield in Großbritannien am 21. August 2010. Dies ist ein extra Blog-Post über einige der Dinge, die wir durchnahmen.

Wer Fragen zu diesen Dingen hat, ist jeder Zeit willkommen, nachfolgend einen Kommentar zu schreiben oder mir eine Nachricht zukommen zu lassen (ob er auf dem Seminar war oder nicht!).
Es war ein schöner sonniger Tag und aus dem Dojo gab es einen tollen Blick über die sanfte englische Landschaft. Jeder war aufrichtig und freute sich. Ich genoss es sehr.

Zentrum
Das Hauptthema des Seminars war CENTER. Wir ginge grundlegende Punkte des Zentrums durch:
– Immer Dein Zentrum halten. Also sollte Deine Haltung solide und kräftig und gerade sein und Du solltest Deine Hüften niedrig halten.
– Breche das Zentrum des Angreifers in jeder Technik.
– Die Techniken sollten von Deiner Mittellinie erfolgen.
– Wirf Deine Mittellinie nach unten.
– Für viele Techniken sollte Dein Zentrum so nah wie möglich an Ukes Zentrum sein(z. B. Irimi nage, nachdem Du hinter Uke eindringst, oder Shiho Nage, bevor Du drehst).
– Shomenuchi Schnitte sollten aus Deiner Mittellinie nach unten gemacht werden wie ein Schwertschnitt.
– Yokomenuchi beginnt ab Deinem Zentrum und endet in Deiner Mitte.
– Wenn Du Ukemi machst greife Tori mit Deinem Zentrum an.

Irimi
Ich buchstabierte C / ENTER so, weil das zweite Thema des Seminars ENTER = IRIMI war.Wir machten einige verschiedene Irimi nage (Omote und ura) von verschiedenen Angriffen aus und mit einigen unterschiedlichen Angriffszeitpunkten (früherer und späterer Eindrang) und sogar einige unterschiedliche Beendungen (Omote und ura). Irimi nage kann auch mit einer Immobilisierung auf dem Boden oder mit einer Würg-Technik beendet werden.
Wir machten Irimi nage von Shomen uchi aus sowie von Yokomen uchi aus. Die Variation für den direkten Eindrang: Gehe zunächst in Richtung des Zentrums des Angreifers und bewege nur dann Deinen Koerper etwas außerhalb in den schlagenden Arm. Für die Tai Sabaki Variation nehme Deine andere Hand zum schlagen / schneiden auf Ukes Gesicht und Mitte hinunter.

Schere
Ein drittes Thema des Seminars war die SCHERE! Dies war ein extra Punkt, den wir während der Techniken bemerkten.
– In Irimi nage ist Dein Arm in dem Wurf aus Deinem Zentrum kommend wie eine Schere die sich schließt.
– Die zweite Scherenbewegung war eine Zwei-Arm hohe Brust Schere die auch vor Deiner Mittellinie schneidet.
– Dann die dritte Scherenbewegung war Tenchi nage, wenn Deine Hände sich wie Scheren bewegen von oben und unten Deiner Mittellinie.

Tenkan
Wir übten die vier Tenkan Variationen. Ich erwähnte sie in einem Forumfaden. http://www.aikiweb.com/forums/showthread.php?t=18256 .

Ma ai
Wenn Du Atemi machst ist es hilfreich das effektivsten ma ai zu entwickeln – die kritische Distanz zwischen Tori und Uke.

Zanshin
Beende die Techniken ohne Schwachstellen (Suki). Dein Gewicht wird auf Dein Vorderbein uebertragen und das hintere Bein ist gestreckt. Dein Zentrum kontrolliert Uke.
Es gab einige nachforschenden und interessanten Fragen der Schüler.

Atmen
Wir sprachen über Atmung. Im Budo sollte die Atmung in der Regel durch die Nase erfolgen und sollte kurz sein, weil das der Moment ist, wenn Du am anfälligsten bist. Das Ausatmen sollte durch den Mund und sanft und lang sein. Wenn möglich, versuche, eine Technik mit einem einzigen Atemzug zu tun.

Suikomi
Eine Frage war ueber die Einatmung beim Angriff, die Energie des Angriffs von Uke einzusaugen. Das nennt man Suikomi in Japanisch. Im Zusammenhang damit kam heraus, dass wir im Aikido normalerweise Uke nicht bewusst für einen Wurf vorbereiten, wie sie es im Judo machen. Aikido ist viel freier, aber es ist ein Element von Suikomi in vielen Techniken – eine die wir praktizierten war Tenchi nage ura.

Wie man Uke bei der Drehung von Shiho nage stoppt
Es ist möglich, eine sehr enge Technik in Selbstverteidigung basiert, zu machen um dies zu verhindern, aber das kann unangenehm und auch schmerzhaft werden, so ist der beste Weg sicherzustellen, dass Du immer Ukes Gleichgewicht völlig brichst. Vom Anfang bis zum Ende der Technik sollte es keine Möglichkeit eines Gegenangriffs geben.

Ushiro ryote dori
Wir haben ein grundlegendes Ushiro ryote dori praktiziert von einem statischen Angriff aus um die tatsächliche Wirksamkeit der Technik zu fühlen – erneut benutzten wir die Mittellinie des Körpers.
Wir haben auch Ushiro ryote dori geübt wenn Uke Deine Hände sehr stark und dicht hinter dem Rücken festhaelt. Schwinge Deine Hüften in eine Richtung und dann in die andere. Eine Finte ist oft hilfreich hier entweder indem Du Ukes Haende vor Dich hin manoevrierst oder um sie von hinten für ein Kote gaeshi zu nehmen.

Gehen
Wir sprachen über Kontakt mit dem Tatami beim Gehen zu behalten. Dies wird Suri Ashi genannt. Halte einen hauchdünnen Spalt zwischen Deinen Füßen und das Tatami, so dass Du Dich frei bewegen kannst. Die Zehen sollten nach oben zeigen, wenn Du Dich bewegst um Deine Bewegungen fließend zu halten, aber bei Beendung der Techniken sollten die Zehen den Boden greifen.

Hanmi Handachi katatedori Shiho nage
Schließlich haben wir auch das voellige Brechen von Ukes Gleichgewicht bei Hanmi Handachi katatedori Shiho nage diskutiert.

Vielen Dank an Billy McAuley und Susan und ihrer Familie für ihren herzlichen Empfang und für alle, die auf dem Seminar waren. Besonderen Dank geht an Chris und Dave und Adam. Chris ist der Uke auf dem Foto, und Du kannst auch sein immer Gedankenvolles Blog in Aikiweb: http://www.aikiweb.com/blogs/chris-wrights-blog-2960/

© Niall Matthews 2010
Uebersetzung:Carina R.L.

Falls ein Link nicht funktioniert, klicke bitte oben auf Moon in the water, das zum Original Post fuehrt

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