Kategorie aikido

Heidi Kersten hat ihr halbes Leben dem Aikido gewidmet

Henstedt-Ulzburg. Ulzburg – „Aikido ist für mich ein sehr bedeutender Lebensinhalt geworden“, sagt Heidi Kersten. Ein Blick auf den Lebenslauf der 54 Jahre alten Henstedt-Ulzburgerin, die beim SVHU derzeit zwölf Trainingsgruppen mit rund 180 Mitgliedern betreut, macht deutlich: Sie übertreibt mit dieser Aussage keinesfalls.
30 Jahre ist es her, dass sie in einem Hinterhof-Studio im Hamburger Karolinenviertel selber die ersten „Gehversuche“ in dieser in Japan entwickelten Kampfkunst unternahm. „Welf Peter Quade war mein erster Lehrer. Bei ihm entdeckte ich, dass Aikido genau das war, was ich für mich suchte: eine friedfertige und doch effektive Kampfsportart.“
Es folgten von 1983 bis 1986 drei harte und lehrreiche Jahre in Japan...
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Ausbildung und Training

Da ich meine Schul- und Universitätsausbildung in den USA und dem Vereinigten Königreich genossen habe, wenn auch zugegebenermaßen vor langer Zeit, und da ich nun schon an die zwanzig Jahre Lehrerfahrung an japanischen Universitäten besitze, glaube ich in der Lage zu sein, einen Vergleich zwischen diesen westlichen Ländern und Japan ziehen zu können. Da ich in diesen drei Ländern auch Aikido praktiziert habe, den größten Teil davon in Japan, kann ich diese Vergleiche auch auf das Feld der Kampfkünste, wie Aikido eine ist, ausdehnen. Ich beginne mit der Betrachtung der Ausbildung und der Kampfkunst-Ausbildung im allgemeinen. In folgenden Artikeln möchte ich die Konzepte des Lehrens, des Lernens und der Lehrpläne genauer untersuchen.
Selbstverständlich ist in jeder Gesellschaft e...

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Prüfungen und ihr Zweck

Es gibt zwei Arten von Lehren. Eine besteht aus dem, was der Schüler lernen möchte; die andere besteht aus den Lehren, die der Schüler lernen muss. Die erstere erwächst aus einer eigennützigen Haltung; die zweite entspringt einem Sinn von Verantwortung. Welche Methode ein Lehrer wählt, hängt von seinen Motivationen ab. Wir konzentrieren uns hier auf die zweite Lehrweise, da sie auf dem Prinzip “der gegenseitigen Fürsorge und des Wohlstandes” entspricht, so wie es uns von Mochizuki Minoru-Sensei durch Beispiel und Vortrag gelehrt wurde.
Zunächst müssen wir Prüfungen in den richtigen Zusammenhang setzen. Wir verfolgen einen kriegerischen Weg, dessen Sinn und Zweck es ist, seine Schüler in freundliche, weise und starke Menschen zu wandeln...

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Humor als Schleier für verbale Gewalt

Kürzlich besuchte ich ein Kino in der Nähe, um mir zwei Marx-Brothers-Filme anzusehen. Ich hatte sie als Kind gesehen und erinnerte mich, dass ich sie damals lustig fand, weswegen ich einen angenehmen, ausgelassenen Abend erwartete. Als Erwachsener jedoch war meine Reaktion eine gänzlich andere. Mir fiel besonders die dem Humor zugrundeliegende negative Grundhaltung auf. Viele der “humoristischen” Dialoge bestanden aus Beleidigungen, Bedrohungen und vielerlei Anspielungen. Dies leitete bei mir einen Denkprozess ein, innerhalb dessen ich die Dinge untersuchte, die wir gewöhnlich “lustig” finden. Das Ergebnis war überraschend: Viele dieser Dinge waren nur kaum verschleierte Arten der verbalen Attacke und Gegenattacke.
Wort-Attacken benötigen, so wie jede Art des aggressiven Verh...

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Ein offener Brief an Norris, Seagal und Van Damme

Ich schreibe diesen Brief wegen eines kleinen Jungen. Dieser kleine Junge heißt John. Er ist mein Sohn. Ich habe in den letzten zwei Jahren und acht Monaten mit anschauen dürfen, wie er jeden Tag an Wissen, Stärke und Neugier gewann. Ich habe gemerkt, dass er sich die meisten seiner Fähigkeiten durch Beobachtung, Imitation und Wiederholung angeeignet hat. Deswegen fühle ich mich als sein Vater verpflichtet ihm eine positive und unterstützende Umwelt zu schaffen, um seine Fähigkeit zum Lernen bestmöglich zu unterstützen.
Vor einigen Tagen sass ich mit meiner Familie abends gemütlich vor dem Fernseher, um eine “Action-Komödie” anzusehen, welche die diesem Genre typischen Explosionen, Mord und Totschlag und Autoverfolgungsjagden beinhaltete...

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Unser Lehrer vom Cesaru Gran Canaria

Manuel Hernandez, 3ºDan von der Spanischen Foederation und 2º Dan Aikikai

Sein Unterricht ist lehrreich und zugleich humorvoll.

Wir lernen Selbstverteidigung,unsere Haltung zu bewahren und zugleich haben wir viel zu lachen wobei wir uns entspannen und unsere alltaeglichen Probleme vergessen.

Vielen Dank Manuel.

Club Cesaru Gran Canaria im Gym Coliseo, Doramas Str. 24, Vecindario, Tel: 619561215.

Aikido Unterricht: Dienstags und Donnerstags vom 20:00-21:30

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Kampfsport Vorfuehrung La Laguna-Tenerife 31.5.08

César Febles, 5ºDan Aikikai

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Die Erkundung des Aikido des Begründers- 2.Teil

Über “Sensen no Sen” hinaus
In den traditionellen Erklärungen der Strategien in den japanischen Kampfkünsten kommen häufig die drei Stufen der Initiative im Kampf vor: “Go no sen”, “Sen” und “Sensen no sen”. Diese Strategien bedeuten folgendes: “Go no sen” bedeutet “später Angriff” und bezeichnet eine Reaktion auf einen erfolgten Angriff. “Sen” bezeichnet eine defensive Initiative im Augenblick des Angriffs. Und “Sensen no sen” bezeichnet eine Initiative, die in Erwartung eines Angriffs, bei dem die Angriffsabsicht des Angreifers auf einer psychologischen Ebene bereits so weit gediehen ist, dass eine Umkehr nicht mehr möglich ist. Die letztgenannte Strategie wird in den klassischen Kampfkünsten gemeinhin als die höchste Stufe angesehen.
Des Gründers Ko...

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Die Erkundung des Aikido des Begründers- 1.Teil

Während meiner Untersuchungen zu den Ursprüngen des Aikido ist mir schon früh aufgefallen, dass nur wenigen Aikido-Lehrern die Besonderheiten der Kunst des Begründers bewusst sind. Die Aikido-Pioniere der Vorkriegszeit Kenji Tomiki, Gozo Shioda, Kisshomaru Ueshiba, Koichi Tohei, Morihiro Saito, Seigo Yamaguchi, Michio Hikitsuchi und andere waren noch vor Morihei Ueshiba die Schlüsselfiguren, die großen Einfluß auf die Kunst genommen haben, die wir heute üben.
Morihei Ueshibas Unterrichtsmethode stand nicht mit der japanischen Nachkriegsgesellschaft im Einklang; seine Religiösität, seine häufigen Reisen und unregelmäßige Stundenpläne erschwerten es seinen Schülern einen vertieften Unterricht des Gründers zu erlangen...

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Kultivierung eines kriegerischen Geistes

Jeder nimmt das Training im Aikido mit bestimmte Zielen auf oder um eines besonderen Zwecks willen. Die häufigsten sind die Wünsche sich selbstverteidigen zu können, fit zu werden oder Freunde zu finden. Im Laufe der Zeit verändert sich der Blick auf diese anfänglichen Ziele, während man spürt, dass Aikido das eigene Leben verändert.
Da Aikido – und die Kriegkünste im Allgemeinen – Disziplinen sind, die verletzende und sogar tödliche Techniken beinhalten, sollten diese aufgrund der enthaltenen Gefahren mit Ernst und Augenmerk auf Details geübt werden. In einem solch konzentrierten geistigen Zustand zu trainieren führt nach und nach zu der Kultivierung eines – wie man sagen könnte – “kriegerischen Geistes”.
Wir verwenden hier das Wort “kriegerisch” in gleichen Sinne wie der B...

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