Gewinnen

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Masakatsu-Agatsu-Katsuhayabi

Das Herz des Aikido ist: echter Sieg ist sich selbst besiegen, der Tag des raschen Sieges!

Wahrer Sieg bedeutet unerschütterlicher Mut.

Sich selbst besiegen symbolisiert unermüdliche Anstrengung.

Und der Tag des schnellen Sieges für die glorreichen Momente des Triumphes im hier und jetzt.

Aikido ist frei von Einstellungsformen, so reagiert es sofort auf alle Eventualitäten, die somit unseren wahren Sieg versichern.

Es ist unbesiegbar, weil es sich mit nichts hält.

Verlasse Dich auf den wahren Sieg, es ist der Sieg über sich selbst, der Tag des raschen Sieges!

Und du wirst in der Lage sein, die inneren und äußeren Faktoren der Praxis zu integrieren, säubere den Weg von Hindernissen, und reinige Deine Sinne.
Morihei Ueshiba, The Essence of Aikido

Zu versunken mit Frost
Um es zu nehmen
Wie süß es geschmeckt haben würde
Emily Dickinson, Victory Comes Late

Der Erfolg kommt, wenn sowohl das Timing und die Platzierung des Schlages genau richtig sind. Aber mehr als das, es passiert, wenn die Wahl der Zeit und Ziel – von eigenem Urteil – es schafft den Gegner kurzzeitig unvorbereitet zu fangen, wenn man eine intuitive Erfassung dieses unvorbereiteten Moments hat, ein Bruchteil einer Sekunde, bevor es sinnlich wahrnehmbar wird. Diese Erfassung ist eine Menge, die sogar unerkennbar für einen selbst ist und wird durch einen Prozess des lang erworbenen Trainings erreicht. Zu der Zeit, wenn der richtige Zeitpunkt bewusst wahrnehmbar ist, ist es schon zu spät. Es ist zu spät, in anderen Worten, wenn das, was im Raum jenseits der blinkenden Faust und der Spitze des Schwertes lauert, Gestalt angenommen hat. In dem Moment, wenn es Gestalt angenommen hat, muss es schon eng in diesem hohlen Raum eingenistet sein, denn man sich ausmarkiert und erschaffen hat. Zu diesem Zeitpunkt ist es, wenn der Sieg im Kampf geboren worden ist.
Yukio Mishima, Sun and Steel

Das Herz der spirituellen Meisterschaft ist dieses: wenn das Ego zum Kein Ego im Selbst wird. Jede Kampfkunst und Kunst des kulturalen freien Ausdrucks des Selbst wird durch das Ego blockiert. Auf dem Weg der Schwertkunst muss die Beherrschung der Haltung und Form des Schülers so total sein, dass es keine Öffnung (suki) für den Gegner gibt. Wenn eine Öffnung vorkommt, wird sie durch das eigene Ego geschaffen. Man wird anfällig, wenn man über das Gewinnen, Verlieren, die Vorteile auszunutzen, den Gegner zu beeindrucken oder zu missachten, aufhört zu denken. Wenn der Verstand, nur für einen einzigen Augenblick aufhört, der Körper erstarrt, und die freie, flüssige Bewegung  verloren geht.
Taitetsu Unno, in The Spirit of Aikido, von Kisshomaru Ueshiba

Meiner Meinung nach, sind zumindest die großartigen Leistungen von Alexander, die deutlichsten Beweise dafür, dass weder die Kraft des Körpers, noch das edle Blut, noch der Erfolg im Krieg sogar größer als Alexander Selbst – auch nicht die Realisierung von seinem Traum Libyen und Asien zu umrunden und beide seinem Reich hinzuzufügen, zusammen mit Europa auch -, dass keines dieser Dinge, sage ich, einen Mann glücklich machen kann, es sei denn, er kann noch einen Sieg zusätzlich gewinnen zu jene, die die Welt denkt sie wären so toll – der Sieg über sich selbst.
Arrian, Die Kampagnen von Alexander

Die eindringende Brillanz der Schwerter
ausgeübt von Anhängern des Weges
schlagen den bösen Feind
der tief innerhalb
ihrer eigenen Seelen und Leiber lauert.
Morihei Ueshiba, Budo – Lehren des Gründers des Aikido

Ich habe vorher über die guten Punkte und die schlechten Punkten, die im Aikido als eine Sportart zu betrachten sind, geschrieben, in Wettbewerb im Aikido und Budo.

Neulich war ich überrascht, ein japanisches Buch namens Winning Aikido zu finden. Es ist ein auffallender Titel. Im traditionellen Aikido gibt es keinen Wettbewerb. Keinen Sieg. Kein Gewinnen. Kein Verlieren. Kein Sieger. Kein Verlierer. Also ist Winning Aikido ein Oxymoron. Widersprüchliche Worte die zusammen verwendet werden.

Der Titel auf Japanisch ist Katsu Aikido. Japaner spielen gerne mit Wortspielen und Homonyme. Das panierte Schweineschnitzel ist katsu. Kurz für Katsuretsu. Also können Sport Spieler vor einem wichtigen Spiel oder Menschen vor den Prüfungen Mahlzeiten wie katsu Bento essen. Gewinnen box lunch.

Das japanische Schwert war ein perfektes Mord Werkzeug. Aber die Samurai waren vom Zen beeinflusst. Ein Katana wurde nicht nur als Waffe zum Töten oder Schneiden eines Gegners angesehen. Es wurde auch von den größten Meistern als Instrument für Säuberung oder Reinigung angesehen. Die Schwert-Klinge sollte alle ihre egoistischen und bösen Teile wegschneiden. Du schnittest den Feind in dir heraus.

Der beliebte Schauspieler, der den blinden Schwertkämpfer Zatoichi seit vielen Jahren gespielt hat, wurde Shintaro Katsu genannt. Ich schrieb über ihn in The Blind Swordsman. Also war Gewinnen sein Künstlername. In all seinen Schwertkampf Szenen wie Zatoichi, hat er nie verloren.

Niall

Emily Dickinson, Victory Comes Late

Shintaro Katsu in wikipedia

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© niall matthews 2013
Übersetzung Carina

Aus Aikiweb

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