Kategorie Kampfsport

Omas lernen in kenianischem Slum Kampfsport zum Überleben

Um in einem der gefährlichsten Slums von Kenia zu überleben, bekommen Seniorinnen in Korogocho jetzt Kampfsport-Grundkenntnisse vermittelt. Die Teilnehmerinnen seien 60, 80 und sogar auch hundert Jahre alt, berichtet Kursleiterin Sheila Kariuki AFP. Zwar hätten die Omas oft nicht viel Kraft. „Aber das ist nicht das Wichtigste, entscheidend ist die Technik“, betont die 29-Jährige, in deren Kurs sich etwa 20 ältere Damen versammelt haben. Ihnen zeigt Kariuki, wo sie hinschlagen müssen, wenn ein junger Mann sie angreift. Unbestrittener Star der Gruppe ist Gladys Wanjiku, nach eigenen Angaben „um die hundert Jahre alt“. Unverdrossen schlägt sie auf einen Punching-Ball ein und erklärt: „Wenn mich ein Junge angreift, werde ich zuschlagen...

Weiter lesen

Behinderung auf der Matte kein Handicap

Heinsberg-Dremmen. «Kampfsport ist etwas für harte Kerle.» Dass dieses Klischee nicht stimmt, beweisen in Deutschland tausende von Senioren, Frauen und Kindern. Dass Kampfsport auch für Menschen mit Handicap geeignet ist, beweist das Ju-Jutsu Team Kihaku in Heinsberg-Dremmen.In der Ju-Jutsu-Abteilung des TuS Rheinland Dremmen trainieren etwa 75 Mitglieder im Alter zwischen Mitte 50 und sieben Jahren regelmäßig die «sanften» Selbstverteidigungstechniken. Denn Ju-Jutsu ist japanisch und heißt übersetzt «sanfte Kunst».

«Als wir uns im Jahre 2003 gegründet haben, dachte niemand darüber nach, einen Bereich für Menschen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen zu gründen...

Weiter lesen

Der Weg des Schwertes: Die Kampfkunst Kendo

Wuppertal. Aufrichtigkeit. Entschlossenheit. Disziplin. All diese Eigenschaften sollen Kendo-Schüler verinnerlichen. Ein Kampfsport als Charakterbildung – kann das funktionieren? Thorsten Mesenholl, Vorsitzender des Kendoverbands Nordrhein-Westfalen, ist davon überzeugt.An der alten japanischen Kampfkunst, die mit einem Schwert aus vier zusammengebundenen Bambusstreben ausgeführt wird und in Japans Universitäten zu den Pflichtfächern zählt, fasziniert den Wuppertaler besonders die Geisteshaltung: «Kendo ist mehr als Sport, es ist eine Lebensphilosophie, die über den Kampf verinnerlicht wird.»

Nicht umsonst bedeutet Kendo «der Weg des Schwertes»...

Weiter lesen

Körper und Geist im Einklang

Anna Ernst (DJK TuS Ruhrtal) nimmt zum zweiten Mal am nationalen Turnier in der Husemann-Sporthalle teil

Na gut, ein „gewisses Interesse an Kampfsportarten” hat Anna Ernst schon immer gehabt. Dass die Wittenerin dann allerdings mal beim Kendo landen und mit dieser ur-japanischen Sportart ziemlich erfolgreich sein würde, das hätte sie als Heranwachsende wohl auch nicht auf Anhieb geglaubt. Am kommenden Samstag, 13. März (ab 11.30 Uhr), gehört die 20-Jährige allerdings zum NRW-Aufgebot bei den Deutschen Einzelmeisterschaften im Kendo, die nun schon zum dritten Mal in der Fritz-Husemann-Sporthalle ausgetragen werden.

„Ich bin damals eher durch Zufall an Kendo geraten”, berichtet Anna Ernst, „meine Eltern hatten mir zuvor von Kickboxen abgeraten...

Weiter lesen

Jiu Jitsu„Das ist ein Teil meines Lebens“

Essen. Fatma Ibrahimbas überlegt kurz. „Ja“, sagt sie dann. Ja, sie sieht sich als Vorbild für andere. „Weil ich zeige, dass man trotz Vorurteilen alles schaffen kann, wenn man möchte und gegenüber Jungs selbstbewusst auftreten kann.“ Und selbstbewusst ist die 19-Jährige, die in weißem Jiu-Jitsu-Anzug im Trainingsraum der Sportschule Samurai sitzt.Daneben ihre Schwester Derya, 16 Jahre alt, mit braunem Gurt. Die Prüfung dafür haben sie im Dezember abgelegt. Dabei betreiben beide ihren Sport erst seit viereinhalb Jahren, haben also sehr schnell sehr viel gelernt. „Normalerweise braucht man sechs bis acht Jahre bis zum Schwarzgurt“, sagt Anna Stratmann, Trainerin in der Kampfschule und Trainingspartnerin von Fatma Ibrahimbas.

Doch das ist nicht der Grund, warum sich Fatma...

Weiter lesen

Judo mit Putin: Fight Club à la russe

Nicht jeder, der sich mit Putin anlegt, handelt sich Probleme ein. So mancher, der mit ihm auf der Judomatte gekämpft hat, kontrolliert heute große Geschäfte. Unter Russlands Elite steht Kampfkunst hoch im Kurs. Als sich der russische Gasgigant Gazprom im Mai 2008 von seinen fünf Tochterfirmen für den Bau von Pipelines trennte, wussten nur wenige über die Hintergründe Bescheid. Gewiss hatte manchen stutzig gemacht, dass sich wie schon oft wieder nur ein einziger Anwärter um die offensichtlichen Leckerbissen anstellte. Dass diese daher fast um den Startpreis von 8,3 Mrd. Rubel (230 Mio. Euro) über den Ladentisch gingen, verwunderte dann genauso wenig wie die Tatsache, dass sie in einer zypriotischen Offshore-Struktur landeten. Später trat zu Tage, dass die 11...

Weiter lesen

Professor Dr. Heather Cameron ist "Hochschullehrerin des Jahres"

Frau Professor Dr. Heather Cameron, seit 2008 Juniorprofessorin für Integrationspädagogik an der FU Berlin, wird mit der diesjährigen Auszeichnung „Hochschullehrer/-in des Jahres“ geehrt. Mit der britischen und kanadischen Staatsbürgerin erhält zum ersten Mal ein nichtdeutscher Wissenschaftler den Preis, den die Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland zum vierten Mal ausgelobt hat.
Gewürdigt wird eine Persönlichkeit, bei der berufliches und außerberufliches Engagement Hand in Hand gehen. „Die leidenschaftliche Sozialwissenschaftlerin und passionierte Sportlerin hilft mit dem Projekt „Boxgirls“ sozial benachteiligten Mädchen und jungen Frauen durch den Boxsport, Aggressionen abzubauen und das Selbstwertgefühl zu stärken...

Weiter lesen

Ein Mönch kennt keinen Schmerz

Im pfälzischen Otterberg steht ein Haus des buddhistischen Shaolin-Ordens. Wer glaubt, hier gehe es sanft zu, wird eines Härteren belehrt. Meister und Besucher üben sich in Kampfkunst.
Sie stehen einfach nur da: Mabu, Reiterstand, sehr tief in den Knien, Blick und Handflächen nach vorn. Etwas erschwert wird die ohnehin anspruchsvolle Übung dadurch, dass sie bereits zehn Kilometer Waldlauf hinter sich haben, nicht enden wollende Liegestützserien auf den Fäusten und allerlei Dehnübungen, die der Überwindung des Körpers dienen. Luigi, der schwer pumpt, steht nicht tief genug. Der Lehrer hilft etwas nach und drückt ihn herunter. Nach fünf weiteren, sich unendlich zäh ziehenden Minuten bricht Luigi zusammen und fliegt mit ersticktem Schmerzensschrei kopfüber in den Steingarten...

Weiter lesen

Hier tanzen sich Haitis Kinder ins Leben zurück

Chaos, Hunger, Tod – Haiti ist nach dem Horror-Beben eine Hölle. Tausende Kinder wurden zu Waisen, werden von Kinderhändlern gejagt. Und dennoch: Sie nehmen den Kampf um die schönen Seiten des Alltags nach der Katastrophe an. In einem Obdachlosen-Camp von Port-au-Prince sieht man lächelnde Gesichter. Ein Mädchen mit geflochtenen Zöpfen hebt schwungvoll die Arme. Eine Gruppe von Kindern tanzt synchron unter freiem Himmel.
Barfuß zeigen sie vollen Körpereinsatz beim „Capoeira“: eine Kombination aus Kampfsport-Elementen und Tanz.
In Begleitung von Tamburinen und rhythmischem Klatschen tanzen die Kids den afrobrasilianischen Tanz. Er hilft ihnen beim Verarbeiten der grausamen Erlebnisse. Diesen Ausgleich brauchen sie jetzt dringend.
Wenigstens für einen Moment können sie so das Erle...

Weiter lesen

Die unglaubliche Reise des Joachim Laupp

Mitten in Düsseldorf lebt und lehrt einer der höchstdekorierten Karate-Meister der Welt. Wer bei Joachim Laupp mit der fernöstlichen Kampfkunst in Berührung kommt, der lernt „keinen Sport, sondern einen Lebensweg“. Diese Wandlung hat Laupp selbst auf außergewöhnliche Weise erfahren.

Es ist eine Geschichte von einem Lottogewinn, einer viertägigen Reise auf eine entlegene Insel, Entbehrungen, Mut und vor allen Dingen viel Durchhaltevermögen.
Okinawa Shorinryu Shidokan Karatedo – so nennt sich die Stilrichtung, von der Joachim Laupp schon früh in ihren Bann gezogen wurde. „Das Universum hat es gut mit mir gemeint“, erklärt der Lehrmeister, wenn er an die Zeit zurückdenkt, die sein Leben nachhaltig geprägt hat.
„Ich dachte, ich wäre ein Star“
Mit zwölf Jahren kam Laupp zum Karate, ze...
Weiter lesen